Rezept zum Glück (1)

Die erste Zutat Dankbarkeit

Wir alle wissen eigentlich immer recht präzise was wir nicht tun wollen. Dies fängt in frühster Kindheit an. Kopfschütteln geht recht früh, wobei Nicken schon schwieriger ist. Das, ich will das nicht, zieht sich wie ein roter Faden durch unser Leben. Unabhängig davon, ob wir unseren Unwillen gelernt haben zu äussern oder nicht. In unseren Herzen können wir alle schnell formulieren, was wir nicht wollen.
Ein wenig anders verhält es sich da, mit dem was wir wollen. Die Dinge die uns Freude bereiten, womit wir unsere Zukunft gestalten möchten. Diese Dinge sind wesentlich schwerer zu erforschen. Reich sein, gesund sein, Glück haben so etwas fällt uns dann ein. Gleichzeitig sind wir uns sicher, dass uns der Lottogewinn nicht passieren wird und unsere Knochen jetzt schon weh tun. Vom Glück ganz zu schweigen, das verpasst uns ja schon sein halbes Leben lang.
Stimmt das wirklich, hatten wir bisher kein Glück. Ich kann hier nur von mir reden und ich behaupte aus tiefstem Herzen, ich hatte eine Unmenge an Glück in meinem Leben. Wer meine Geschichte kennt, wird nun vielleicht etwas ungläubig den Kopf schütteln. Wie kann sie so etwas sagen, nachdem ihr Sohn gestorben ist. Hierauf antworte ich, ja, das war und ist ein grosses Unglück. Jeden Tag in meinem Leben, denke ich mehrmals an meinen Sohn. Damals als es passierte wäre ich daran fast zerbrochen und ich hätte nie gedacht, dass ich jemals wieder glücklich sein könnte. Inzwischen sehe ich, was für ein Geschenk mein Ältester war. Wie viel er mich gelehrt hat, als er noch am Leben war und erst recht als er gegangen ist. An erster Stelle hat er mich Dankbarkeit gelehrt, dafür das ich seine Mutter sein durfte. Das ich ihn seine 25 Lebensjahre begleiten durfte. Auch wenn diese Begleitung oft alle Kräfte von mir abverlangte die ich hatte. Dank ihm, darf ich bis heute Menschen und ihr Schicksal begleiten. Ihnen Lebensqualität schenken und ihr Vertrauen geniessen. Er gab mir den Mut meinen Weg zu gehen und er zeigte mir wie viel ich zu erreichen vermag. Ich bin Dankbar für all dieses, auch wenn ich meinen Sohn lieber bei mir hätte. Ich bin auch dankbar für die Trauer die ich durchlebte und die mir klar machte, wenn ich es durch diese schaffe, bringe ich noch ganz andere Dinge zustande.
Um wieder auf unser Glücksrezept zurück zu kommen, bevor wir nicht lernen dankbar für das zu sein, was wir haben, ist der Weg zum Glück verschlossen. Dies soll nun nicht heissen, wir müssten für Alles und Jedes Dankbarkeit empfinden. Es geht vielmehr darum, auch auf die vermeintlich selbstverständlichen Dinge ein Auge zu haben. Mit Wohlwollen tagtägliches zu betrachten. Nachdem aufstehen sich über die warme Dusche zu erfreuen.  Dankbarkeit zu empfinden für die guten Dinge die im Leben passieren und passiert sind. Den Fokus vom vermeintlichen Unglück oder schweren Schicksal wegzubewegen, hin zu den freudigen Dingen. Natürlich ist das Schlechte deswegen nicht verschwunden, aber es wird einfacher zu ertragen.  Sobald der Unglücksberg schrumpft und der Dankbarkeitsberg wächst, werden wir uns glücklicher fühlen. Damit haben wir mit der ersten von sechs Zutaten, einen grossen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
 

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